Wat denn, solange schon dabei? Donnerwetter ... BEBOP GUITARS

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 BEBOP - nur ein Name!

Viele kennen die Musikrichtung Bebop nicht. Das ist eher gut so, denn dann kann erst gar nicht die Vermutung aufkommen, daß mein Angebot sich nur oder vorwiegend an Bebop- oder Jazzgitarristen richtet.

Also, egal ob Ihr Anfänger, Rock- oder Metallfreak, Blueser oder Akustikzupfer, oder, oder, oder seid - Ihr seid bei mir richtig, denn alles was irgendwie mit Gitarren zu tun hat, ist meine Profession und Leidenschaft.

Bebop steht hier also nicht für den Musikstil, sondern ist einfach nur ein kurzer 'fluffiger' Name fürs 'Kind', mehr nicht.

Wichtig ist das GUITARS, also die Gitarren, darum gehts, und zwar um alle Arten von Gitarren für alle nur erdenklichen Musikstile.  -  Historisch betrachtet kam die Namensidee von meinen Ladenvorgängern, also den Gründern von BEBOP MUSIC. Und ja, richtig, ursprünglich MUSIC, aber in den frühen Achtzigern wurde die Spezialisierung auf Gitarren völlig klar und so änderte ich das MUSIC logischerweise in GUITARS.


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 die beste Gitarre - 1

Gelegentlich werde ich gefragt, welche denn die beste oder meine beste Gitarre im Laden sei. Tja, was kann ich sagen? Eigentlich nur, daß es die nicht gibt!

Es kommt ja immer auf mindestens zwei Komponenten an, das Instrument und natürlich auch den Spieler mit seinen Erwartungen und seinen Möglichkeiten.


Die wichtigsten objektiven Eigenschaften einer guten akustischen oder auch elektrischen Gitarre möchte ich hier mal spontan aufzählen:

-  gut spielbare Saitenlage

-  ein ‚gerader’ bzw. korrekt eingestellter Hals

-  gleichmäßig in der Höhe abgerichtete Bünde

-  gut gerundete Bundenden an Griffbrettkanten (oft scharfkantig, zumindest nach

      einiger Zeit durch schrumpfen des nicht ausreichend abgelagerten Holzes, also Holz mit

      noch zu hoher Restfeuchte)

-  bestmögliche Bundreinheit bzw. Oktavreinheit (Steg-/Brücken-Kompensation)

-  korrekt gefeilter Sattel in Höhe und Saitenführung

-  bestes Sattel- und Stegmaterial

-  feingängig und gleichmäßig laufende und die Stimmung haltende Mechaniken

-  gut intonierende, ausgewogen klingende und die Stimmung haltende Saiten

-  gute Abstimmung aller Einzelkomponenten


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 die beste Gitarre - 2

Diese Kriterien habe ich im englischsprachigen www entdeckt. Hier meine Übersetzung:

… es sind fünf Hauptprinzipien zu beachten

- Bespielbarkeit    Das Spielen der Gitarre sollte so leicht wie möglich sein

- Konstruktion   Das Zusammenspiel/Zusammenklingen der verschiedenen Teile sollte

      keine unnötigen Schwierigkeiten ergeben

- Akustik/Klang   Das Volumen und der Ton sollte Ihre spezifischen und höchsten

      Erwartungen erfüllen

- Beständigkeit   Die Gitarre sollte mindestens 50 Jahre alt werden können

- Ästhetik   Die Gitarre sollte einem Kunstobjekt gleich sein und es sollte einfach

      immerwieder eine Freude sein, sie anzusehen


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 ‚öffentliche’ und ‚private’ Gitarren

Die Begriffe benutzte mal in den Achtzigern ein Kunde von mir, und ich fand sie so gut und treffend, daß ich sie beibehielt. Was sie meinen? Ja daß es Gitarren gibt, die besonders für die Zuhörer gut klingen und solche, die für den Spieler ideal klingen. Zu Beruhigung kann ich aber sagen, daß ich bei meiner Gitarrenauswahl auf beide Kriterien gleichermaßen achte!


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 Ankauf

Ich kaufe auch gerne brauchbare Gitarren an. Bitte mir einfach alles anbieten. Wirklich interessante Gitarren arbeite ich auf zum Verkauf, wenig interessante oder gar irgendwelche ‚Gurken’ landen auf meinem Experimentiertisch …


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 Bundreinheit … Intonation   Ein Top-Thema, immer wieder.

Kurzkommentar: Bundreinheit ist im gleichstufigen temperierten Intervallsystem über das gesamte Griffbrett nicht möglich - bei keiner Gitarre, mit keinem Bundiersystem, mit keiner Sattel- oder Stegkompensation! Und schon gar nicht für unterschiedliche Saitenlagen (Saitenhöhen über Bünden) und unterschiedliche Saitensätze.

Alle Lösungsversuche sind immer nur Näherungen, aber niemals bei allen Intervallen mathematisch und physikalisch schwingend korrekt. Das geht in unseren gleichstufig temperierten Tonsystemen nicht!  -  Äußerst interessant ist auch, daß wir Akkorde inzwischen in reiner Stimmung - auf einem Digitalpiano ja möglich - als deutlich ungewohnt, um nicht zu sagen falsch, empfinden!

Hier ein paar Links für an der Theorie und den leidigen physikalischen Tatsachen Interessierte, also für die Härteren unter uns:

-  Stimmung - hier besonders „Stimmungssysteme u. Vergleich der Stimmungssysteme“

-  Gleichstufige Stimmung

-  Wohltemperierte Stimmungen

-  Mitteltönige Stimmungen

-  Pythagoreische Stimmung, auch quintenreine Stimmung genannt

-  Quintenzirkel und Quintenspirale

-  Enharmonische Verwechslung

bis hier sind alle Links wikipedia-Einträge  -  das Internet bietet aber auch viele andere

sehr gute und informative Seiten


hier die Tonhöhen (in Hz) der eingestrichenen C-Dur-Tonleiter auf einer Gitarre:

              c’   d’    e’    f’    g’    a’    h’    c’’

rein          264  297   330   352   396   440   495   528

temperiert    264  296,3 332,6 352,4 395,6 444   498,4 528

pythagoräisch 264  297   334,1 356,8 396   445,5 501,2 528

Beachte: Das a’ der temperierten Tonleiter hat 444 Hz. Die Gitarre wird aber üblicherweise auf 440 Hz gestimmt!


Man sieht in der Tabelle gut, daß die Abweichungen teils klar in den hörbaren Bereich gehen. - Zu beachten ist außerdem, daß die Abweichungen je nach Saitenmaterial, Saitenspannung und Saitenlage auch noch entprechend variieren.

Tja, so können wir dank der sog. temperierten Stimmungen zwar in allen Tonarten spielen, müssen aber die damit verbundenen Unsauberkeiten in Kauf nehmen. Leider habe ich keine bessere Nachricht, liebe Musiker, Interessierte und Kunden.

- Die letztendliche (Fein-)Stimmung einer Gitarre hängt immer vom Spieler ab - z. B. davon, wie er bestimmte, viel benutzte Akkorde und Akkordfolgen greift - und welche Saiten und Saitenstärken er benutzt, mit welcher Saitenhöhe er spielt, wie kräftig er die einzelnen Saiten drückt oder gar leicht verzieht und wie breit und hoch die Bünde sind.


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Warum ich nicht mit meinen bekannten und teilweise gar berühmten Kunden werbe?   Weil ich für JEDEN eine gleich gute Beratung anbiete und in der Werkstatt auch mit immer gleichem Engagement und ungebrochener Leidenschaft die größeren und kleineren Arbeiten erledige.   BEBOP GUITARS ist eben für alle da.


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 Marken … Namen … Mythen …

Der (Marken)-Name ist längst nicht mehr so entscheidend wie vor Jahrzehnten, denn gerade die ‚großen’ und bekannten Namen kommen längst nicht mehr verläßlich immer aus dem gleichen Werk, werden längst nicht mehr immer von erfahrenen Gitarrenbauern hergestellt, sondern es wird meist jeweils dort produziert, wo ein Konvolut gerade am preisgünstigsten geliefert werden kann. So werden also immer wieder neue unerfahrene Mitarbeiter angelernt - da nutzt der große bekannte Name gar nichts!

Und nicht vergessen: Beispielsweise verkaufte Orville Gibson seine Firma und seinen Namen schon 1902 an „Investoren“ und Leo Fender verkaufte 1965 Namen und Rechte an den Medienkonzern CBS/Arbiter. … (Danach rief übrigens Leo Fender noch zwei weitere Gitarrenmarken [mit] ins Leben - MusicMan und später dann G&L)

Es ist sicher fast unnötig zu erwähnen, daß die jeweiligen Investoren und Käufer leider fast immer branchenfremde Vermarkter waren bzw. sind. - Wie oft zB Fender den Besitzer bzw. die Teilhaber gewechselt hat, würde hier den Rahmen sprengen.

  -  Ergänzung 1: Inzwischen stellen auch zunehmend nicht nur die amerikanischen Marken, sondern längst auch die bekannten japanischen Hersteller nicht mehr in ihren bewährten heimischen Werkstätten her, sondern lassen billig (aber eben nicht preiswert!) irgendwo in teilweise zweifelhafter Qualität produzieren. - Nur noch die teuersten Modelle werden in Japan bzw. in den USA hergestellt … was aber leider auch längst nicht mehr für verläßliche Qualität bürgt.

Inzwischen haben wir also die Situation, dass wir nicht mehr nach den Marken gehen können, sondern fragen müssen, von welchem konkreten Hersteller ein Instrument kommt!


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Und auch wissenswert: Weder Fender, noch Gibson oder Seymour Duncan haben die elektrischen Tonabnehmer erfunden, sondern Adolph Rickenbacher (später Rickenbacker!) und George Beauchamp (Patent 1932 auf seinen Namen angemeldet)!


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 Fotos der Ernie Ball Saitenproduktion gesucht

Ich kann nämlich bisher keine in den Weiten des Internets finden . . .

Und was es damit auf sich hat, würde ich auch gerne wissen?

Oder kennt jemand wenigstens die genaue Adresse der Saitenproduktion oder war vielleicht sogar schon mal dort?

Diese Frage stelle ich hier schon seit über 4 Jahren und habe bis heute keinerlei Rückmeldung erhalten …


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Es gibt Dinge, die sind wichtiger als Gitarren -

Gute Gitarren!


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Dies & Das

hier schreibe ich immer mal wieder über Dies & Das

und gelegentlich ergänze ich auch mal das schon Geschriebene . . .